XX. Geisteswissenschaft in ihrem Verhältnis zu religiösen und sozialen Strömungen der Gegenwart

GA 69e/1914-03-13/p017 ·1914-03-13 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Wenn der Schleier hinwegschwindet, erlebt man Wesenheiten, die in der Weltenordnung um einen Grad höher sind als die menschliche Seele. Man lebt sich dann ein in ein Gefühl, das die Seele unendlich bereichert. Man fühlt dann: Wenn du hier in der Sinnenwelt herumsiehst, hast du unter dir die Wesen des Mineral-, des Pflanzen-, des Tier-, des Menschenreichs. Das höchste Reich, das du um dich hast, ist mit dir auf gleicher Stufe. Man lebt sich da hinein in eine Welt, die einem da entgegentritt, und da weiß man als Seele: Was da in deiner Tiefe ruht, was im gewöhnlichen Dasein für dich nicht bewusst wird, nicht in dein Selbstbewusstsein tritt, das ist etwas, durch das du bereichert wirst. Das ist eine Welt von geistigen Wesenheiten, die über dir stehen in der Weltenordnung, die nicht im Leibe verkörpert sind, die aber «verseelt» sind und innerhalb derer du selber bist, wenn du eine leibfreie Seele geworden bist.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/69e/1914-03-13/p017.json
Cite: GA 69e/1914-03-13/p017 · edition original