XX. Geisteswissenschaft in ihrem Verhältnis zu religiösen und sozialen Strömungen der Gegenwart

GA 69e/1914-03-13/p022 ·1914-03-13 · original (original)
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Das alles, was jetzt auseinandergesetzt worden ist, wirkt anstößig auf zahlreiche Gemüter der Gegenwart. Das ist ja begreiflich, dass es so wirken muss. Warum wirkt es so anstößig? Ich kann jetzt nicht eingehen auf das, was ich in den letzten Vorträgen schon erwähnt habe. Wahrnehmen kann nur der in der geistigen Welt, der sich geistig schult, aber um das aufzunehmen und zu verstehen, was der Geistesforscher, nachdem er es erforscht hat, in Büchern niederschreibt, dazu braucht man nicht Geistesforscher zu sein. Man muss Maler sein, um ein Bild zu malen, aber nicht, um es zu verstehen. Es wäre traurig, wenn nur Maler die Bilder verstehen würden. Geradeso braucht man nicht Geistesforscher zu sein, um zu verstehen, was Geistesforschung zu sagen hat.

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