XX. Geisteswissenschaft in ihrem Verhältnis zu religiösen und sozialen Strömungen der Gegenwart

GA 69e/1914-03-13/p045 ·1914-03-13 · original (original)
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So wird man immer mehr einsehen, dass aus schwach gewordener Religiosität, aus furchtsam gewordener Religiosität die Gegnerschaft erwächst, wie in den verschiedenen Religionsbekenntnissen gegenüber den Entdeckungen auf dem Gebiete des geistigen Lebens. Da sollte man viel mehr erkennen, wo wir eigentlich mit unserem religiösen Leben stehen. Schen wir denn nicht, dass es immer mehr und mehr zersplittert? Sehen wir nicht, wie sich von der orthodoxesten Rechten bis zur radikalsten Linken hinüber alle möglichen Schattierungen, alle möglichen Religionsbekenner verbreiten? Sehen wir nicht diese Vertreter gegenseitig sich immer mehr bekämpfen? Wenn man vom geisteswissenschaftlichen Standpunkt diese Bekenntnisse überblickt, kann man fragen: Woher kommen diese Gegnerschaften?

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