XX. Geisteswissenschaft in ihrem Verhältnis zu religiösen und sozialen Strömungen der Gegenwart

GA 69e/1914-03-13/p061 ·1914-03-13 · original (original)
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Der Mensch kann nicht seinem Gang folgen. Wer das Wirtschaftsleben betrachtet, weiß, dass es immer darauf ankommt, wie die Angelegenheiten der Gegenwart in die objektive Ordnung eingefügt werden. Der Mensch wird in diese objektive Ordnung hineingestürzt, er wird von ihr ergriffen, und sein Persönliches wird vollständig ausgeschaltet, sodass Sombart sagen kann: Die Menschen haben im Laufe der Zeit Verschiedenes verloren. Wenn man den heutigen Unternehmer anschaut, muss man sagen, er hat das Letzte hingegeben, was ihn noch trennen konnte von diesem objektiven Räderwerk der Wirtschaft. Alles subjektive Empfinden und alle seine Liebe hat er verloren an das Wirken im Unternehmen selber. In das Unternehmen ist hineinergossen, was früher auf ganz andere Dinge gerichtet war. Der Mensch weiß nichts mehr von sich selber, sondern er ist in seiner Arbeit heimatlos geworden. - Das ist nicht ein Wort von mir, sondern von Sombart.

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