XX. Geisteswissenschaft in ihrem Verhältnis zu religiösen und sozialen Strömungen der Gegenwart

GA 69e/1914-03-13/p072 ·1914-03-13 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Während die heutige Wirtschaftsordnung den Menschen ertötet und aus seiner Heimat hinausgeworfen hat, versetzt die Geisteswissenschaft ihn wiederum in seine lebendige Heimat. Den Weg hat sie, den Weg, den die Seele vorher verloren hatte und stattdessen einen andern hat gehen müssen. Die Wahrheit sucht sie, so wird sie die Seele unmittelbar ergreifen, sodass diese sich dem Leben nicht getrennt, sondern verbunden fühlt. Der Weg, die Wahrheit und das Leben, sie leuchten der Geistesforschung voran. Und wie sie diese drei ernsthaft sucht, so ist sie sich dessen auch bewusst, dass sie sie findet. Und sie findet auch den, der gesagt hat, dass er das sei, was sie sucht. Wie auch die Gegner diese Geistesforschung bekämpfen werden, was sie auch vorbringen: Geistesforschung weist durch das, was in ihren Bekennern lebt, die nur durch eigene Urteilsfähigkeit zu dieser Bekennerschaft kommen können, sie weist durch das, was bei ihnen lebt und angestrebt wird, die Wahrheit und das Leben. Und so mögen gerade die Gegner der Religionsbekenntnisse sagen, was sie wollen - die, welche ehrlich und aufrichtig in Wahrheit den Weg in das Geistgebiet suchen, die ihn so erstreben wie die Bekenner der Geistesforschung, die dürfen unbesorgt sein, sie werden im rechten Sinne, in dem Sinne, wie die Seelen ihn heute eroffenbaren müssen, den finden, der gesagt hat:

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/69e/1914-03-13/p072.json
Cite: GA 69e/1914-03-13/p072 · edition original