2. Die Menschenseele, das Schicksal und der Tod vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft
Nicht um ein Eindringen in eine gespenstige Welt, sondern um ein Erleben in einem anderen Sinne, als das gewöhnliche Erleben ist, um das handelt es sich. So ist man drinnen, - das ist alles, was man auf dieser Stufe nun weiß -, so ist man drinnen in einer geistigen Welt. So weiß man: Über dieser sinnlichen Welt schweben gleichsam geistige Wesenheiten, und du kannst von ihnen aufgenommen werden, wie dein Gedanke von dir aufgenommen wird. Aber man fühlt sich wie blind und taub, denn erstorben ist das Denken, das Wissen. Die gewöhnliche Wissenschaft muss erst ersterben, bevor man eindringen kann in die geistige Welt. Man fühlt sich wie blind und taub, aber tastend in der geistigen Welt. Die Lebenskräfte, die man in sich erfühlt, sind angespannt, und man fühlt sich tastend.
Cite:
GA 70a/1914-12-02/p020 · edition original