2. Die Menschenseele, das Schicksal und der Tod vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft

GA 70a/1914-12-02/p021 ·1914-12-02 · original (original)
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Man weiß aber, was es heißt, außerhalb seines Leibes zu sein. Damit, dass man das weiß, tritt eine Veränderung im ganzen menschlichen Erleben ein. Und diese Veränderung kann am besten charakterisiert werden, indem man auf etwas aufmerksam macht, auf das von diesem Orte aus schon oftmals hingewiesen worden ist, auf das wechselnde Bewusstseinserleben des Menschen - für jeden normalen Menschen wohl innerhalb 24 Stunden -, auf das wechselnde Bewusstseinserleben von Schlafen und Wachen. Indem der Geistesforscher das durchmacht, was geschildert worden ist, lernt er erkennen durch unmittelbares inneres Erleben, dass des Menschen eigentliche, innere Wesenheit über allem Leiblichen erlebt werden kann in sich, und er lernt erkennen — dadurch, dass er, wenn er diese Kraft, die damit angedeutet ist, in sich erlebt hat -, er lernt erkennen, dass er die Erlebnisse, die sonst im Schlaf vollständig unbewusst bleiben, die unbewusst in der menschlichen Seele erlebt werden, dass er diese durchleben kann mit der Kraft, die er sich also errungen hat.

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