2. Die Menschenseele, das Schicksal und der Tod vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft

GA 70a/1914-12-02/p023 ·1914-12-02 · original (original)
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Aber nun kann der Geistesforscher, indem er gewissermaßen erfahrend erkennt, was da eigentlich außerhalb des Leibes ist im Schlafe, er kann auch aus diesem durchleuchteten Geistig-Seelischen, aus diesem gleichsam vor den Geistesaugen offenliegenden Geistig-Seelischen, er kann erkennen, warum die Seele vom Einschlafen bis zum Aufwachen unbewusst ist, warum sich Finsternis und Dunkelheit um sie ausbreitet. Es lebt dann von diesem Einschlafen bis zum Aufwachen in der Seele, etwas, wie gesagt, was wahrnehmbar wird für den Geistesforscher und was man nennen kann die in dem ganzen physischen Erleben zwischen Geburt und Tod immer in der Seele vorhandene Begierde, in den physischen Leib unterzutauchen. Dieses Begierdeleben, das erfüllt immer die Seele im gewöhnlichen Erleben zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen. Immer will die Seele - und durchfühlt sich mit diesem Willen - zurück in ihren Leib, und dieses Erleben, dieses Entwickeln dieser Begierde trübt dasjenige, was sonst im geistig-seelischen Erleben zwischen Einschlafen und Aufwachen da ist. Und erst wenn die Seele untertaucht in den physischen Leib, wenn diese Begierde erfüllt ist, dann kann sie ihre übersinnliche Tätigkeit entfalten und dann regt sie den physischen Leib an, dass der ihr wird zum Spiegel des äußerlichen Darlebens.

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