2. Die Menschenseele, das Schicksal und der Tod vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft

GA 70a/1914-12-02/p028 ·1914-12-02 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Indem wir so außer uns hinausgehen, erwachsen uns neue Seelenkräfte. Dies kann man so charakterisieren, dass man sagt: Während wir uns früher durch konzentriertes Denken das Gedankenleben ersterbend machten und uns dann blind und taub im geistigen Leben fühlten und nur tastend uns aufgenommen fühlten im Schweben übersinnlicher Welten, beginnen wir nun als ein Selbst in diesen Welten drinnen zu leben, beginnen wir ein kräftiges, ein höheres Bewusstsein in höheren Wesenheiten zu empfinden. Wir fühlen uns nun nicht bloß aufgenommen wie ein Gedanke sich in uns aufgenommen fühlte, der in uns bewusstlos bleibt, sondern wir gehen in eine Welt, in übersinnliche Wesenheiten, werden wie deren Gedanken, aber so, dass wir in ihnen lebendige Gedankenwesen sind, Selbstbewusstsein in ihnen entwickeln.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/70a/1914-12-02/p028.json
Cite: GA 70a/1914-12-02/p028 · edition original