2. Die Menschenseele, das Schicksal und der Tod vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft

GA 70a/1914-12-02/p029 ·1914-12-02 · original (original)
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Und mit diesem höheren Bewusstsein tritt etwas ein, was nun genannt werden darf eine Erweiterung einer Seelenkraft, die im gewöhnlichen Leben auch schon vorhanden ist, die aber im gewöhnlichen Leben sich nur erstreckt über die gewöhnlichen Erlebnisse der Erinnerung. Wir erinnern uns an das, was wir von einem gewissen Zeitpunkt aus nach unserer Geburt im gewöhnlichen Leben erfahren haben; wir können diese Erlebnisse in unserer Seele wieder heraufrufen, wir können uns auch sagen: Könnten wir uns nicht erinnern, so wären wir nicht, was wir sind. Unserer Erinnerung verdanken wir, was wir uns erscheinen. Wir müssen zurückblicken können auf unser Leben. Diese Fähigkeit, zurückblicken zu können auf unser Leben, die wird erweitert, die wird gesteigert durch die angeführte Meditation über das Schicksal, die aber so weit getrieben werden muss, dass wir wirklich so, wie wir sonst im Leibe fühlen, wir uns in den Taten unseres Schicksals fühlen. Dann erwächst uns außerhalb unseres Leibes eine neue Seelenkraft, die hinter unsere Geburt zurückgeht. Wir fassen jetzt, wie wir durch die Erinnerung die Ereignisse seit einem gewissen Punkte nach der Geburt ins Auge fassen, Ereignisse ins Auge, die vor der Geburt liegen, die wir durchlebt haben in einem geistigen Leben, das unserer Geburt vorangegangen ist, und wir wissen, dass, wie wir uns machen zu dem, was wir sind im gewöhnlichen Leben, durch das, was wir schon in diesem Leben durchgemacht haben, dass wir uns durch jene vorgeburtlichen Erlebnisse zu dem ganzen Schicksalsmenschen und Temperamentsmenschen, der wir sind, aus der geistigen Welt heraus gemacht haben.

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