2. Die Menschenseele, das Schicksal und der Tod vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft
Und dann, wenn der Mensch also mit seinem Schicksal zusammenwächst, dann wird ihm auch nach und nach nicht mehr unbegreiflich erscheinen das, was die Geisteswissenschaft über den Tod und seine Rätsel zu sagen hat. Man hat nicht umsonst - ich habe es schon öfters hier erwähnt - das Erlebnis, bei dem der Geistesforscher anlangt, wenn er auf der einen Seite ergreift das konzentrierte Denken und es ersterben fühlt und wenn er auf der andern Seite das Aufwachen desjenigen findet, was sonst als wirklich nur im Menschen lebt in dem ganzen Schicksalsstrom — man hat das Erlebnis, das er da durchmacht, nicht umsonst genannt in den wahren mystischen Weltanschauungen: das Herankommen an die Pforte des Todes.
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GA 70a/1914-12-02/p034 · edition original