12. Das Wesen der Geisteswissenschaft und die Erkenntnis der übersinnlichen Welt
Ich habe darauf aufmerksam gemacht - Sie können alles Nähere in meinen Büchern nachlesen, in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» und im zweiten Teil meiner «Geheimwissenschaft», ich kann nur das Prinzipielle dieser Dinge jetzt andeuten in der kurzen Zeit -, ich habe schon früher angedeutet, was dann zu geschehen hat im Innern der Seele, damit dasjenige, was sich in Gedanken und Vorstellungen im Bilde spiegelt, sich selbst gewahr werde, damit das seelische Leben wirklich sich in demjenigen Elemente ergreift, das ihm für das gewöhnliche, alltägliche Leben ganz unbewusst bleibt. Dasjenige, was die Seele in sich zu vollziehen hat, es sind intime innere Prozesse und Erlebnisse der Seele selbst. Wenn wir nur dasjenige Denken und Vorstellen anwenden, das wir im gewöhnlichen Erleben des Tages haben, dann kommen wir niemals zur Entdeckung des wirklichen, übersinnlichen Seelischen, das in uns waltet und west und das durch die Pforte des Todes geht, auch wenn der Leib zerstört ist. Da müssen wir in dem Denken, in dem alltäglichen Denken gewisse innere intime Prozesse vornehmen, die man Meditation und Konzentration des Denkens nennt. Ich kann das nur kurz andeuten.
Cite:
GA 70a/1915-04-09/p020 · edition original