12. Das Wesen der Geisteswissenschaft und die Erkenntnis der Übersinnlichen Welt

GA 70a/1915-04-09/p030 ·1915-04-09 · original (original)
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Nun ist es selbstverständlich möglich - ich verweise da wiederum auf die angeführten Bücher -, dass man auch durch intime, innere Seelenverrichtungen das Willensleben immer gelassener und gelassener macht, dass man daraus immer mehr und mehr dasjenige herausholt, was die gewöhnlichen egoistischen Triebe und Leidenschaften der Menschenseele sind. Aber ich möchte diejenigen Übungen anführen, durch die man am sichersten zu einem innerlich entwickelten Seelenleben so kommen kann, wie man auf die andere Art zu der Entwicklung des Denklebens kommt. Da müssen wir herantreten an etwas, was in das Menschenleben ja so rätselhaft, oftmals furchtbar, jedenfalls aber immer für das gewöhnliche Erleben unerforschlich hereintritt. Das ist dasjenige, was wir das menschliche Schicksal nennen. Nicht als ob wir nur an dem Schicksal unseren Willen in der Art entwickeln könnten, wie das nun angeführt werden soll. Aber es ist gewissermaßen eine Stellung zum menschlichen Schicksal, was nun charakterisiert werden soll, der nächste Weg, durch den wir diese innere Willenskultur in uns erlangen können.

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