12. Das Wesen der Geisteswissenschaft und die Erkenntnis der Übersinnlichen Welt

GA 70a/1915-04-09/p048 ·1915-04-09 · original (original)
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Sie sehen, dass wirklich derjenige, der an die Geisteswissenschaft herantritt, in dem Glauben leben darf, dass wir gewissermaßen mit dieser Geisteswissenschaft am Ausgang einer geistigen Entwicklung stehen. Der Geisteswissenschaftler, ich habe das hier schon erwähnt, er ist unbesorgt, wenn ihm gesagt wird: Ja, du behauptest da etwas, was du gar nicht behaupten kannst, wenn du deine gesunden fünf Sinne sprechen lässt. Sie wissen wohl, so hat man auch gesagt, als Kopernikus versucht hat, den Leuten klarzumachen, dass die Erde nicht still steht, und die Sonne sich um die Erde dreht, sondern dass umgekehrt die Sonne still steht gewissermaßen und die Erde sich um die Sonne dreht. Das hat auch gar sehr den fünf Sinnen widersprochen, und es hat lange gedauert, bis die Menschen in ihren Denkgewohnheiten sich anbequemt haben dem, was eine bessere Wahrheit war als die frühere, die den fünf Sinnen entsprochen hat.

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