12. Das Wesen der Geisteswissenschaft und die Erkenntnis der übersinnlichen Welt

GA 70a/1915-04-09/p054 ·1915-04-09 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Es wird sich darum handeln, zu wissen, wie Geisteswissenschaft gepflegt werden muss in einem Bau, der in seiner künstlerischen Gestaltung wirklich dieser Geisteswissenschaft als Umgebung dienen kann, und darzustellen, was gemeint ist mit dem Bau, was gemeint ist mit Bezug auf das Hineinstellen der Geisteswissenschaft in die künstlerischen Bestrebungen unserer Zeit. Dabei soll dann auch ein Streiflicht geworfen werden darauf, inwiefern es unbegründet ist, wenn religiöse Gemüter glauben, Geisteswissenschaft als etwas der Religion Feindliches ansprechen zu müssen. Heute möchte ich nur so viel davon sagen: Während in der Tat die Naturwissenschaft mit ihren Vorstellungen die Menschen dazu führt, dass sie von der Religion abkommen, dass sie den religiösen Vorstellungen entfremdet werden, wird Geisteswissenschaft dadurch, dass sie den Menschen zeigt, wie die geistige Welt eine Realität ist, wie die geistige Welt wirklich vorhanden ist, das Gemüt der Menschen so anregen, dass selbst derjenige, der sich für aufgeklärt halten darf, wiederum eine religiöse Vertiefung finden kann.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/70a/1915-04-09/p054.json
Cite: GA 70a/1915-04-09/p054 · edition original