13. Die Übersinnliche Erkenntnis und Ihr Wert für die Menschenseele, Eine Geisteswissenschaftliche Betrachtung im Hinblick auf Unsere Schicksalstragende Zeit

GA 70a/1915-05-06/p020 ·1915-05-06 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Können wir denn nicht sehen, dass dies in die finstersten Tiefen des Aberglaubens hineinführt, nachdem Naturwissenschaft so gründlich nachgewiesen hat, wie das geistig-seelische Erleben abhängig ist vom körperlichen Erleben, wie dies geistig-seelische Erleben heranwächst, indem der Mensch sich von Kindheit auf durch Jahre entwickelt? In demselben Maße, wie die körperlichen Funktionen sich entwickeln, wächst ja auch das seelische Erleben, das geistige Erleben. Man sieht, wie das geistige Leben wieder hinschwindet im Alter, wenn die körperlichen Funktionen nachlassen oder allmählich abgelähmt werden, man sieht ferner - und das ist ja gerade verdankt den großen Fortschritten der psychiatrischen Forschung -, wie mit der Verletzung nur irgendeines Teiles des menschlichen Gehirns und Nervensystems ausgeschaltet werden die seelischen Funktionen. Bemerkt man da nicht, wie alles Seelisch-Geistige im eminentesten Sinne nur eine Wirkung ist des Physisch-Leiblichen? Nun kommt der Geistesforscher und erklärt, dass dies Geistig-Seelische losgelöst werden kann von dem Physisch-Leiblichen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/70a/1915-05-06/p020.json
Cite: GA 70a/1915-05-06/p020 · edition original