13. Die Übersinnliche Erkenntnis und Ihr Wert für die Menschenseele, Eine Geisteswissenschaftliche Betrachtung im Hinblick auf Unsere Schicksalstragende Zeit

GA 70a/1915-05-06/p030 ·1915-05-06 · original (original)
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Nur in diesem Anschauen, sehr verehrte Anwesende, in dieser Vertiefung in des Lebens zerstörende Mächte, lebt man sich ein in die Erkenntnis, wie immerfort überwunden wird dasjenige, was der Tod ist. Denn wie man sieht, dass das Leben unterhalten wird dadurch, dass unablässig von der Geburt bis zum physischen Tode die Kräfte tätig sind, die also der Geistesforscher erlebt, also überzeugt man sich eben durch die Geistesforschung, dass dieselben Kräfte auch den Tod, der wie ein Tor das physische Leben abschließt, überwinden und den Menschen einführen in die Welt des Geistigen. Nicht so begreift die Geisteswissenschaft den Tod, wie man ihn erkennen will heraus aus der Furcht vor dem Tode, heraus aus der Erwartung eines anderen Lebens, sondern so erkennt ihn die Geisteswissenschaft, dass sie die geistigen Erkenntniskräfte der Seele bis zur Anschauung des Todes führt und dann sieht, wie das ganze Leben hindurch der Tod am Menschen arbeitet, damit, wenn er dann seine Summe zieht, er durch dieselben Kräfte überwunden werden kann, die also immer auf dem Untergrunde unserer Seelen sind.

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