13. Die Übersinnliche Erkenntnis und Ihr Wert für die Menschenseele, Eine Geisteswissenschaftliche Betrachtung im Hinblick auf Unsere Schicksalstragende Zeit

GA 70a/1915-05-06/p031 ·1915-05-06 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Noch eine andere Schwierigkeit stellt sich ein, verehrte Anwesende, für denjenigen, der also die geistige Welt, ich möchte immer wieder sagen in einem inneren Seelenlaboratorium erforscht. Diese andere Schwierigkeit ist diese, dass, wenn das Denken, wenn das Vorstellen sich also losgelöst hat von dem Körperlichen, wenn der Mensch nunmehr weiß: Du lebst jetzt in dem Geistig-Seelischen so, dass du nicht in deinem Körper bist, dass du dich rein im Gewebe des Geistig-Seelischen selber bewegst, wenn der Mensch bis zu diesem Grade sich entwickelt hat in seinem inneren geistigen Laboratorium, dann lebt er in seelischen Kräften, welche am wenigsten, am denkbar wenigsten verwandt sind demjenigen, was wir unsere Gedächtniskräfte nennen. Und wenn wir bedenken, was alles an unseren Gedächtniskräften hängt, wie unser ganzes Leben im Alltag nicht bestehen könnte, wenn wir uns im nächsten Moment nicht erinnerten, was wir im vorhergehenden erlebt haben, wenn wir in unserem ganzen Leben uns nicht erinnern würden an dasjenige, was in unser Leben Zusammenhang bringt, wenn wir bedenken, was Gedächtnis, was Erinnern bedeutet, dann werden wir verstehen können, wie anders auf die Seele jene Kräfte wirken, die geradezu vor der Kraft des Gedächtnisses stehen bleiben müssen, die in nichts appellieren an die gewöhnliche Kraft des Gedächtnisses im alltäglichen Leben.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/70a/1915-05-06/p031.json
Cite: GA 70a/1915-05-06/p031 · edition original