13. Die Übersinnliche Erkenntnis und Ihr Wert für die Menschenseele, Eine Geisteswissenschaftliche Betrachtung im Hinblick auf Unsere Schicksalstragende Zeit

GA 70a/1915-05-06/p048 ·1915-05-06 · original (original)
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Das hat Goethe im Streben und in heißer Sehnsucht seiner Jugend in den Siebzigerjahren des achtzehnten Jahrhunderts hingeschrieben. So wirkte auf sein mitteleuropäisches Gemüt dasjenige, was dazumal im äußeren Denken, im äußeren Forschen von den Menschen erreicht werden konnte. Nun sehen wir in diesem mitteleuropäischen Geistesleben vorüberziehen, nachdem Goethe diese heute ja fast schon trivial gewordene - aber wenn man sie in ihrer elementaren Ursprünglichkeit auf die Seele wirken lässt -, tief ergreifenden Faust-Szene geschrieben hat, seit Goethe dies geschrieben, das in seiner Seele durchgemacht hat, haben innerhalb des mitteleuropäischen Geisteslebens Geister gewirkt, welche in kühnem Denkermut, in kühnem philosophischen Forschermut versucht haben, wirklich faustisch zu den Quellen des Lebens zu dringen.

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