13. Die Übersinnliche Erkenntnis und Ihr Wert für die Menschenseele, Eine Geisteswissenschaftliche Betrachtung im Hinblick auf Unsere Schicksalstragende Zeit

GA 70a/1915-05-06/p052 ·1915-05-06 · original (original)
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Und nun fragen wir uns, verehrte Anwesende, nehmen wir an, Goethe hätte im Jahre 1840 noch gelebt, damals noch gelebt, als hingegangen war über die mitteleuropäische Kultur die Fichte’sche Geistesgroßtat, das Schelling’sche wunderbare Kunstgebilde des Universums, Hegels großartiges logisches Universumsbild - oh diese Denker, sie haben wahrlich Philosophie in neuer Gestalt vor die Menschheit gebracht und, wenn wir bedenken, dass Fichte ein «Naturrecht» geschrieben hat, Hegel ein «Naturrecht» geschrieben hat, sie haben auch Juristerei erneuert, Schelling hat ein Journal der Medizin herausgegeben, hat sich auch in die Medizin tief vertieft, und Theologen wollten sie, im Grunde genommen alle diese Philosophen sein. Was würde aber Goethe, wenn er seinen Faust statt im Jahre 1770 im Jahre 1840 angefangen hätte, was würde er an den Anfang der Faust-Dichtung gestellt haben? Gewiss nicht würde er esan den Anfang der Faust-Dichtung gestellt haben - trotzdem diese großen, gewaltigen Denkergestalten über den geistigen Himmel Mitteleuropas gegangen sind -, trotzdem würde er gewiss nicht hingestellt haben:

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