16. Die übersinnliche Erkenntnis und ihre stärkende Seelenkraft in unserer schicksalstragenden Zeit

GA 70a/1915-05-17/p034 ·1915-05-17 · original (original)
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Und wenn also der Geistesforscher dasjenige, was geschildert worden ist, entwickelt nach zwei Seiten hin und frei wird das Geistig-Seelische von dem Physisch-Leiblichen, dann versinkt die äußere, physisch-sinnliche Welt. Der Geistesforscher weiß, dass er sie zurückgelassen hat, aber er tritt ein in eine geistige Welt. Er weiß sich nunmehr drinnen wirkend in dieser geistigen Welt. Er weiß, dass er da drinnen eine Wesenheit ist, denn er hat gelernt anzuschauen, wie diese Wesenheit sich loslösen kann vom Physisch-Leiblichen. Und indem man anschaut, wie man herausgewollt ist aus der Welt, kommt man zu ganz anderen Inhalten der Welt. Ein anderes Bewusstsein über eine Welt, die man vorher nicht kannte, die eine wirkliche geistige Welt ist, bekommt man. Und jetzt wird es wirklich Erlebnis, dass hinter der sinnlich-physischen Welt eine Welt von geistigen Wesenheiten ist, dass die physische Welt ein Schleier ist, hinter dem die geistigen Wesenheiten sind. Wenn der Mensch also selber gefunden hat, wie er aus dem Universum gewollt ist, findet er die geistige Welt, eine Welt von wirklichen Wesenheiten, nicht bloß von Begriffen und Ideen, wie der Pantheismus sagt. Ja, der Mensch findet noch viel mehr. Gerade dadurch, dass er dieses Gemütselement ausbildet, dieses Fühlen, das damit elementar beginnt, dass man sich mit dem Schicksal identifiziert, dadurch lebt sich der Mensch allmählich ein in die Welt, in der die Menschen sind, wenn sie durch die Pforte des Todes gegangen sind.

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