1. Das Weltbild des deutschen Idealismus Eine Betrachtung im Hinblick auf unsere schicksaltragende Zeit

GA 70b/1915-11-25/p055 ·1915-11-25 · original (original)
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Das Andere, was ich betonen will, ist, dass ja jeder Weltanschauungsimpuls, der in die Weltanschauung hereintritt, zuerst bei wenigen auftritt. Und die Gestalt, wie er auftritt, ist nicht maßgebend für die Art und Weise, wie er wirkt. Aber wenn man sich - wie gesagt, ich kann das heute nicht weiter ausführen — nicht verstandesmäßig, aber empfindungs- und gefühlsmäßig, nicht in das Dogmatische, sondern in das Wollen, in die besondere Gesinnungsrichtung, die dem Weltbild des Deutschen Idealismus besonders zugrunde liegt, vertieft, dann findet man, dass da drinnen etwas steckt, was sich noch ausleben, was sich noch entwickeln kann, von dem man sagen kann: Es kann aus ihm erwas entstehen, was gar keine Ähnlichkeit hat mit den schwer verständlichen Auseinandersetzungen Fichtes, Schellings, Hegels, was sich so entwickeln kann, dass es leicht verstanden werden kann von dem einfachsten Gemüt auch.

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