1. Das Weltbild des deutschen Idealismus Eine Betrachtung im Hinblick auf unsere schicksaltragende Zeit

GA 70b/1915-11-25/p062 ·1915-11-25 · original (original)
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Russland hat sich wohl vorbereitet dasjenige, was es gebraucht hat, um das, was jetzt von dorther dem deutschen Wesen droht, um das in der entsprechenden Weise vorzubereiten. Russland braucht einen neuen Ausdruck für seinen alten Wahn, um nicht wie der Deutsche in selbstverständlicher Weise auf seine Sendung hinzudeuten, sondern auf etwas hinzudeuten, was eben als ein Wahn lebt. Nun, wiederum soll nicht hier Charakteristik von außen her gemacht werden, sondern ich möchte — weil ich selbstverständlich nicht die Zeit habe, um in ausführlicher Weise zu charakterisieren, inwiefern das Streben, das uns von Östen bedroht, ein Wahn ist -, ich möchte einen anderen als Kronzeugen anführen, einen Geist, der das wissen muss, einen Geist, der am tiefsten in dem russischen Geistesleben wurzelt in der neueren Zeit, den großen Solowjow, der in das neunzehnte Jahrhundert hineingestellt ist, und der — ich möchte sagen — das ganze russische Geistesleben wie in einem philosophischen Brennpunkt zur Widerspiegelung bringt. Er spricht davon, wie ein anderer Geist Russlands die weltgeschichtliche Mission Russlands zusammenfasst in die Worte: Warum liebt uns Europa nicht, warum fürchtet uns Europa? — Danilewski stellt diese Frage auf. Und er sagt:

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