2. Die ewigen Kräfte der Menschenseele vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft

GA 70b/1915-11-26/p032 ·1915-11-26 · original (original)
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Das, was erlösend wirken kann auf diesen zweiten Menschen, das ist der Willenssame. Und indem der erstere, der Mensch, der dem Tode sich vereinigt hat, sodass der Tod langsam das Leben aufzehrt -, indem dieser entbunden wird des physischen Leibes, wenn ihm der physische Leib nicht mehr dient, dann ist der Moment gekommen, wo der Willenssame ergreifen kann diesen Menschen, und wo entfaltet wird dasjenige, was sonst nur todtragend ist, zu neuem Leben, das jetzt in die geistige Welt eintritt, und das hineinträgt alles dasjenige in diese geistige Welt, was der Mensch entwickelt hat als Willensimpuls, was er in sich zum Leben gebracht hat dadurch, dass er ein sinnlich wollendes Wesen ist. Und auch dasjenige, was wir als ein intimstes Seelenleben entwickeln, es hängt ja auch mit dem Wollen zusammen. Das Wollen strahlt aus in das ganze Seelenleben. Dasjenige, was wir durch dieses unterbewusste Samenwesen des Willens entfalten, das ergreift unseren Bildemenschen, der uns hineingetragen hat in das physische Dasein, und trägt ihn wieder hinaus, sodass der Mensch jetzt zwischen Tod und neuer Geburt durch die geistige Welt gehen kann. Denn dasjenige Leben, das nun nach dem Tode beginnt, es beginnt gerade in der umgekehrten Weise, wie das physische Leben hier beginnt.

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