4. Die ewigen Kräfte der Menschenseele im Lichte der Geisteswissenschaft
Man lernt erkennen das, was durch die Pforte des Todes schreitet, was in die geistige Welt hineingeht, wenn der physische Leib zerfällt. Aber so, wie man diesen zweiten inneren Menschen vor dem seelischen Auge vor sich hat, so lernt man erkennen: Wenn das zweite das erste ergreift, wenn das zweite - das durch den Leib verhindert wird, mehr zu sein in uns, als ein bloßer Bewusstseinsmensch -, wenn dieses durch die Anwesenheit des Leibes nicht mehr verhindert wird, so ergreift es das, was die Organisation der abbauenden Kräfte ist, verbindet sich und bildet den Samen, der hinausschreitet in die geistige Welt. Man lernt kennen, was hinter den Tod hinausgeht. Schaut man durch den ersten Weg auf die Art, wie aus der geistigen Welt heraus gleichsam als eine unmittelbare Blüte unseres vorzeitigen Geisteslebens unser physisches Leben erscheint und wie Gedanken, wie die Geisteskräfte sich umgewandelt haben in das, was den Leib verbraucht, um die physischen Erfahrungen zu erzeugen, so schaut man durch den zweiten das, was sich wiederum samenhaft vorbereitet, um durch die Pforte des Todes zu schreiten, um sich dann mit dem zu verbinden, was vor der Geburt da war.
Cite:
GA 70b/1915-11-29/p028 · edition original