5. Wege der Erkenntnis der ewigen Kräfte der Menschenseele
Man hat auf diese Weise entdeckt, sehr verehrte Anwesende, das Element, die geistige Welt, in der unser innerer Mensch leben kann, und man hat entdeckt dasjenige, was dieser innere Mensch selber ist. Es ist etwas ganz, ganz Neues. Und von jetzt ab lernt man erkennen, in der geistigen Welt zu schauen. Und man muss sagen: Alles ist nur eine Vorbereitung. Das Schauen, das kann nur von selber kommen. Denn, was man so vorgenommen hat, es war alles nur Vorbereitung. Es war so wie dasjenige, was die Natur vorgenommen hat, um uns ein Auge zu geben. Und wenn das Auge einmal da ist, dann schaut es. Wir haben das innere Auge gebildet. Wir haben das innere Sehorgan, das geistige Auge; auch das Geistgehör - um diesen Ausdruck Goethes zu gebrauchen. Wir haben die Welt, in die wir versetzt haben unsern inneren Zuschauer, in die Sphäre, die wir selbst jetzt geschaffen haben. Wir leben jetzt in der geistigen Welt, und dieser Zuschauer im Menschheitlichen fängt an, zu sehen, schaut dasjenige, was immer in der Geistwelt um uns herum ist, was aber von dem gewöhnlichen Menschenbewusstsein nicht wahrgenommen werden kann; wie [auch derjenige], der noch [ohne] physische Beobachtung keine Ahnung hat, dass Luft um ihn herum ist, auch glauben kann, dass der Raum um uns herum leer ist, so umgibt uns die geistige Welt, so lebt sie um uns herum.
Cite:
GA 70b/1916-01-08/p044 · edition original