{"corpus":"steiner","locus":"GA 70b/1916-01-08/p052","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"So also, sehr verehrte Anwesende, ist dasjenige, was von dieser Seite von der Naturwissenschaft eingewender wird, zunächst voll berechtigt. Es muss aber auch noch anderes gesagt werden. Der Naturforscher wird sagen: Ja, sich einmal, wir kennen ganz gut jene krankhaften Seelenzustände, wo der Mensch glaubt, eine besondere Schau zu haben. Aber wir kennen die körperlichen, die physischen Veranlassungen, die einen zu Illusionen, zu Halluzinationen führen; dasjenige, was Du da vorbringst, das sind nur feinere Illusionen, feinere Halluzinationen. Das muss gesagt werden, sehr verehrte Anwesende, dass mit dem, was in dieser Weise der Naturforscher spricht, der Geistesforscher voll einverstanden ist. Denn gerade durch die Wege, die er einschlägt, und die ich Ihnen, wenigstens prinzipiell, geschildert habe, wird alles dasjenige gerade überwunden. Man lernt es erkennen und überwindet es: Was im gewöhnlichen Sinne, im abergläubischen oder sonstigen gewöhnlichen Sinne Hellsehen genannt wird. Und wenn man das Schauen mit den geistigen Augen und geistigen Ohren, wie ich es geschildert habe, ein Hellsehen nennen will, so muss man etwas ganz anderes unter Hellsehen verstehen, als im gewöhnlichen Leben so sehr häufig verstanden wird, und das leichten Herzens so oft als etwas anerkannt wird, was in besonders geistige Welten hineinführen kann, all dasjenige, was da als Halluzination, als Illusion auftritt, und was auch dem gewöhnlichen Hellsehen zugrunde liegt, das ist nicht, sehr verehrte Anwesende, ein Heraustreten mit dem Seelenkern aus dem Leibe, sondern das ist ein viel gründlicheres Gebundensein an den Leib, als das gewöhnliche, alltägliche Leben des gesunden, normalen Menschen ist.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"5. Wege der Erkenntnis der ewigen Kräfte der Menschenseele","site_heading":null,"date":"1916-01-08","location":null,"word_count":247,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/70b/1916-01-08/p052","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/70b/1916-01-08/p052"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/70b/1916-01-08/p052","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}