5. Wege der Erkenntnis der ewigen Kräfte der Menschenseele

GA 70b/1916-01-08/p084 ·1916-01-08 · original (original)
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Nicht darf man glauben, dass etwas Neues gemeint wird, indem der geistige Forscher sich sorgfältig hinaufarbeitet; es ist enthalten in jeder Seele, dieser ewige Wesenskern; der Geistforscher schaut ihn nur - er ist so in jeder Menschenseele, wie selbstverständlich ein Gegenstand auch da ist, wenn man ihn nicht anschaut. Nur das Anschauen, das ist dasjenige, was Geisteswissenschaft bringt. Aber die Geisteswissenschaft zeigt, dass neben dem Denken, Fühlen und Wollen, das im physischen Leibe steckt, an den Leib gebunden ist, ein anderes steht, das nicht an den Leib gebunden ist, und das man als solches erkennen kann. Dass anders die geistige Welt erkannt werden muss als die physische, das ist dasjenige, was das Wesen der Geisteswissenschaft ausmacht. Und so führt die Geisteswissenschaft zu den ewigen Kräften der Menschenseele - die, entwickelt, schon im Denken, Fühlen und Wollen, das an den Leib gebunden ist, enthalten sind -, die gefunden werden können, wenn dasjenige entfaltet wird, was als ein ewiger Wesenskern im Menschen lebt und nur nicht von dem gewöhnlichen Denken, Fühlen und Wollen wahrgenommen werden kann für das gewöhnliche Bewusstsein. Neues, anders als die gewöhnliche Bewusstseinskraft der Menschenseele, muss diese Geisteswissenschaft für die Menschenseele enthüllen!

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