5. Wege der Erkenntnis der ewigen Kräfte der Menschenseele

GA 70b/1916-01-08/p096 ·1916-01-08 · original (original)
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Nicht darf man daher sagen: Ich will erst die geistige Welt in ihren einzelnen Erscheinungen anerkennen, wenn ich sie erforscht habe. Denn man muss zunächst verstehen. Auch der Geistesforscher selbst muss zuerst verstehen, wenn einem das auch paradox erscheint, geradeso, wie man übrigens auch in gewissen mathematischen Gesetzen über ihr Vorkommen etwas versteht und dann weiß, dass, wenn man das Verständnis bekommen hat, Erlebnisse, die noch gar nicht dagewesen sind, sich abspielen müssen — wie man fernere Sonnenfinsternisse vorausberechnen kann. Weil man die Natur des Ganzen zum Beispiel zuerst verstanden hat, so versteht man die geistigen Zusammenhänge zuerst; und dann mit dem, was mit diesem Verstand durch die äußere Welt wird, beleuchtet einem die äußere Welt dasjenige, was man zuerst als Begriff haben muss.

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