{"corpus":"steiner","locus":"GA 70b/1916-01-14/p006","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Auf der anderen Seite - hob ich hervor - muss parallel gehen diesen Übungen des Denkens, durch die sich das Denken losmacht von der Leiblichkeit, eine Übung des Willens, der Gemütskräfte überhaupt, sodass auch der Wille sich heraushebt aus dem Leiblichen. Dann kommt man nicht in eine solche Weltensphäre des Erlebens hinein, wie durch das Herausheben des Denkens, sondern man kommt vielmehr dazu zu erkennen, dass in unserer Willensströmung etwas Reales lebt, das durch die Organe der körperlichen Organisation im gewöhnlichen Leben wirkt, das aber dann, wenn diese Übungen den Willen so weit gebracht haben, sich heraushebt wiederum aus der Leiblichkeit. Jetzt aber wird es Bewusstsein durch ein Bewusstsein, wie das wiederum der Mensch als ein anderes Bewusstsein als sein gewöhnliches fortwährend in sich trägt, das aber nur auf diese Weise wirklich innerlich anschaulich werden kann. Und dann zeigte ich: Wenn auf der einen Seite aus dem Denken hinweggetrieben ist gleichsam alles dasjenige, was an das Körperliche gebunden ist, wie zum Beispiel das gewöhnliche Gedächtnis, wenn das Denken frei in seiner eigenen Betätigung erlebt wird auf der einen Seite, und auf der anderen Seite dieses andere Bewusstsein aus dem Willen gewissermaßen herauskristallisiert wird, dann können sich die beiden verbinden, und es entsteht im Menschen ein neuer Mensch, der nun sich in der geistigen Welt wissen kann, der auch in der geistigen Welt geistig wahrnehmen kann - ein Geist-Seelen-Wesen unter Geist-Seelen-Wesen, wie der physische Mensch ein physisches Wesen unter physischen Tatsachen und Wesenheiten ist.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"8. Die Harmonie zwischen Geisteswissenschaft und Naturwissenschaft und die Missverständnisse über die erstere und den ihr gewidmeten Bau in Dornach","site_heading":null,"date":"1916-01-14","location":null,"word_count":243,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/70b/1916-01-14/p006","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/70b/1916-01-14/p006"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/70b/1916-01-14/p006","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 288/1916-01-14","ga":"288","lecture":"1916-01-14","kind":"excerpt","relation":"an excerpt or summary of the same lecture, or the lecture this unit excerpts"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}