{"corpus":"steiner","locus":"GA 70b/1916-01-14/p012","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Dem, sehr verehrte Anwesende, widerstreitet allerdings sehr häufig dasjenige, was Menschen, die nun nicht mit Gründlichkeit des Seelenlebens in die Geistesforschung eintreten, sondern mit Dilettantismus und Ungründlichkeit als solche Geistesforschung treiben. Und das Unheil, möchte ich sagen, in Bezug auf die Beurteilung der Geistesforschung, kann namentlich dadurch entstehen, dass diejenigen, die sich ein Urteil bilden wollen, es sich nicht bilden nach dem, was wahre Geistesforschung zu geben hat, sondern es sich bilden nach dem, was allerlei Dilettanten der Geistesforschung der Welt darbieten. Da stellt sich sehr häufig allerdings dann heraus, dass in jenen Darbietungen eine gewisse Verachtung der naturwissenschaftlichen Methoden und auch der naturwissenschaftlichen Ergebnisse zutage tritt. Diese Verachtung steht meistens in einem geraden Verhältnisse zu dem, was man von dieser Naturwissenschaft dann eigentlich nicht kennt. Der wahre Geistesforscher wird sich immer die Mühe geben, gerade sich selber zu disziplinieren an der guten Wahrheitsdisziplin und Forschungsdisziplin der naturwissenschaftlichen Erkenntnisweise. Und riesengroß wird oftmals die Verachtung der naturwissenschaftlichen Denkweise gerade bei denjenigen, die niemals eigentlich irgenderwas Gescheites aus der Naturwissenschaft heraus gelernt haben.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"8. Die Harmonie zwischen Geisteswissenschaft und Naturwissenschaft und die Missverständnisse über die erstere und den ihr gewidmeten Bau in Dornach","site_heading":null,"date":"1916-01-14","location":null,"word_count":172,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/70b/1916-01-14/p012","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/70b/1916-01-14/p012"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/70b/1916-01-14/p012","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 288/1916-01-14","ga":"288","lecture":"1916-01-14","kind":"excerpt","relation":"an excerpt or summary of the same lecture, or the lecture this unit excerpts"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}