8. Die Harmonie zwischen Geisteswissenschaft und Naturwissenschaft und die Missverständnisse über die erstere und den ihr gewidmeten Bau in Dornach
Das vor allen Dingen, das ist das Wesentliche, das zum Beispiel in der Architektur des Dornacher Baues angestrebt werden sollte. Da war zuerst der Gedanke vorliegend: Was hat da zu geschehen? Und in Anlehnung an diesen Gedanken war nicht die Rede: Wie kann man aus dem bisherigen Baustile heraus, aus demjenigen, was sonst gang und gäbe ist oder erlernt werden kann in der Architektur, ein Bau geschaffen werden, sondern es war eine ganz andere Frage da, eine Frage - ich möchte sagen -, deren praktische Beantwortung schon zeigt, wie man mit der Geisteswissenschaft ganz anders in dem unmittelbaren Realen drinnen stehen muss, als mit den gewöhnlichen logischen oder mit den gewöhnlichen Seelen-Lebens-Betätigungen überhaupt.
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GA 70b/1916-01-14/p030 · edition original