8. Die Harmonie zwischen Geisteswissenschaft und Naturwissenschaft und die Missverständnisse über die erstere und den ihr gewidmeten Bau in Dornach

GA 70b/1916-01-14/p043 ·1916-01-14 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Geändert haben sich die Denkgewohnheiten, und in einer solchen Erscheinung, wie die angeführte, zeigt sich das ganz besonders. Es wird auch eine Zeit kommen, wo die Menschen einsehen werden, dass weder irgendein anderes christliches Prinzip noch auch das ErlösungsPrinzip irgendwie gefährdet werden durch dasjenige, was die Geistesforschung zu entdecken hat über die wiederholten Erdenleben und dergleichen, wie man einsehen gelernt hat, dass der Kopernikanismus das Christentum nicht gefährden kann. Im Gegenteil, man muss sagen: Wie kleinmütig sind doch diejenigen, die so denken von der gewaltigen Kraft, die im Christentum lebt, dass diese gewaltige Kraft gefährdet werden könne durch irgendetwas, was entdeckt werde, sei es auf dem Gebiet der Naturwissenschaft, sei es auf dem Gebiet des Geistes. Nein, sehr verehrte Anwesende, eine solche Kleingläubigkeit haben diejenigen nicht, die Geistesforscher sind, von dem Religiösen, von dem Christlichen, sondern sie haben das starke Bewusstsein, dass im Christentum, in dem größten Impulse des Erdendaseins das lebt, was durch keine Entdeckung, die auf dem Gebiet der Natur oder auf dem Gebiet des Geisteslebens gemacht wird, jemals in seiner Kraft abgeschwächt werden könnte, sondern dass alles dasjenige, was auf dem Gebiet auch des Geistes jemals erforscht werden kann, [gerade zur Bekräftigung] da sein wird desjenigen, was als der größte Erdenimpuls in dem religiösen Leben waltet und lebt.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/70b/1916-01-14/p043.json
Cite: GA 70b/1916-01-14/p043 · edition original