8. Die Harmonie zwischen Geisteswissenschaft und Naturwissenschaft und die Missverständnisse über die erstere und den ihr gewidmeten Bau in Dornach
Wer sich in die verschiedenen Schriften Haeckels vertieft, der wird in Haeckel gerade einen Menschen finden - der in seinen «Welträtseln» es sogar bis zu einem gewissen Schmähen und Beschimpfen desjenigen, was durch die reine Geistesforschung gefunden werden kann, gebracht hat -, einen Menschen finden, der immer betont hat, es gäbe ein «Substanz-Gesetz», und das sei das Leben, das man suchen müsse. Nun hat er «Ewigkeitsgedanken» geschrieben. Sie sind aufgefasst nicht weniger materiell als seine «Welträtsel» es sind; aber nun wird er instinktiv zu etwas höchst Merkwürdigem geführt. Er sagt: Er erkenne an - gleich im Anfang dieser «Ewigkeitsgedanken» -, er erkenne an die Ewigkeit des Stoffes, die Ewigkeit der Kräfte und die Ewigkeit des Psychoms - die Ewigkeit der Weltenseele —, wie er es übersetzt.
Cite:
GA 70b/1916-01-14/p045 · edition original