10. Das Weltbild des deutschen Idealismus. Eine Betrachtung im Hinblick auf unsere schicksaltragende Zeit
Man braucht nicht einseitig, sehr verehrte Anwesende, sich heute auf den Standpunkt zu stellen, dass man die Philosophie, die Weltanschauung ihrem Inhalte nach eines solchen Geistes etwa dogmenhaft hinnehmen solle. Darüber kann man heute hinaus sein. Man braucht nicht ganz sich zu bekennen zu dem, was Fichte da oder dort gesagt hat, und was die Anderen gesagt haben, von denen wir noch zu sprechen haben werden; man kann den Blick wenden auf die Art und Weise, wie diese Menschen streben, und wie sie gerade in diesem Streben zeigen — was bei Fichte auch voll bewusst war -, dass sie aus der Tiefe des deutschen Volksgeistes heraus schöpfen wollten.
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GA 70b/1916-02-19/p047 · edition original