10. Das Weltbild des deutschen Idealismus. Eine Betrachtung im Hinblick auf unsere schicksaltragende Zeit

GA 70b/1916-02-19/p086 ·1916-02-19 · original (original)
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Da ist zum Beispiel einer derjenigen Danilewski, der versucht, in breiten Ausführungen auf die Frage einzugehen, ganz im Sinne desjenigen russischen Wesens, das ich eben angedeutet habe, wie Russland sich ausbreiten muss, wie Europas Westen und Mitte dazu reif ist, vernichtet zu werden, weil dieser europäische Westen und auch die Mitte ihre Aufgabe erfüllt haben; und da stellt Danilewski einmal die Frage in einem Buche, das so ganz. aus dem russischen Sinne heraus gebildet ist, da stellt er einmal die Frage: Warum liebt uns Europa nicht, warum fürchtet uns Europa? - Nun sucht er aus seinem Sinn heraus zu beantworten diese Frage, und da schreibt Danilewski für seine Russen etwa hin: Europa liebt uns nicht, weil Europa instinktiv empfindet, dass wir diejenigen sind, die eigentlich allein jetzt noch daseinsberechtigt sind, und die ablösen sollen dasjenige, was im übrigen Europa lebt. Aber Solowjow nimmt diese Frage auf, und Solowjow ist einer derjenigen, der selbst aus diesem Leben heraus geschöpft hat. Und der große Philosoph Solowjow, der unbefangener aus seinem eigenen russischen Wesen heraus diese Frage aufnimmt: Warum liebt uns Deutschland nicht? - er beantwortet diese Frage nicht so wie Danilewski und wie die Geister der verschiedensten Art als Russen reden, dass Europa Russland fürchtete -, sondern er, Solowjow, sagt auf die Frage des Danilewski - Warum liebt uns Europa nicht? Warum fürchtet uns Europa?, und dessen Antwort darauf: Weil Europa instinktiv empfindet, dass die Russen diejenigen seien, die eigentlich allein jetzt noch daseinsberechtigt seien und ablösen sollen, was im übrigen Europa jetzt noch lebe -, Solowjow erwidert auf diese Worte des Danilewski:

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