{"corpus":"steiner","locus":"GA 70b/1916-02-19/p102","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Eigentlich brauchten sie ja nicht neidisch zu sein um dasjenige, was ihnen wegnehmen diese Mitteleuropäer; denn 68 Millionen Quadratkilometer von der Erde besitzen die Entente-Mächte, gegen 6 Millionen Quadratkilometer der mitteleuropäischen Mächte. Man braucht nur diese Zahlen sprechen zu lassen. Diese Zahlen sprechen bis heute, und werden aber auch einmal in der Weltgeschichte sprechen, sehr verehrte Anwesende -, dass immerhin innerhalb dieser 150 Millionen heutiger Mitteleuropäer und auf diesen 6 Millionen Quadratkilometer Bodens Mitteleuropas diejenigen Menschen leben, die die weltgeschichtliche, geistige Sendung haben, von der wir sprechen durften, und die sie sich nicht zuschreiben aus dem - wofür wir Gott sei Dank kein deutsches Wort haben -, aus nationalen Chauvinismen, sondern aus ihren geistigen Anlagen, aus dem Geiste ihres Deutschtums, dem sie sich nicht durch ihren Egoismus verschrieben haben, sondern dem sie sich anzunähern haben, wenn sie auf dem Altar diesem ihrem Volksgeiste das Beste ihres Wesens darbringen wollten. Und fest verbunden fühlen sich diejenigen, die dieses deutsche Wesen verspüren in Mitteleuropa, gerade die Besten in Österreich und Deutschland - und ich darf darüber sprechen, da ich dreißig Jahre meines Lebens in Österreich verlebt habe: Gerade die Besten Österreichs, die mit der mitteleuropäischen Kultur verwachsen sind, wie der ausgezeichnete Philosoph Carneri, sie wissen nicht aus einem nationalen Chauvinismus heraus, sondern aus der sicheren Erkenntnis des Wesens ihres Volkes das Verhältnis dieses ihres Volkes zu dem deutschen Volksgeist und deutschen Wesen zu erleben und zu ergründen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"10. Das Weltbild des deutschen Idealismus. Eine Betrachtung im Hinblick auf unsere schicksaltragende Zeit","site_heading":null,"date":"1916-02-19","location":null,"word_count":235,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/70b/1916-02-19/p102","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/70b/1916-02-19/p102"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/70b/1916-02-19/p102","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}