10. Das Weltbild des deutschen Idealismus. Eine Betrachtung im Hinblick auf unsere schicksaltragende Zeit

GA 70b/1916-02-19/p104 ·1916-02-19 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Das alles charakterisiert gerade die aus allem geistigen Inneren heraus schaffende Art des deutschen Weltbildes, gegenüber dem, was alles ringsherum ist. Und so darf man wohl glauben, dass dieses, was der Deutsche vor allen Dingen anstreben muss, Geisteswissenschaft, Erkenntnis des Geistes [ist] - so, wie es eine Erkenntnis gibt der Natur. Erkenntnis des Geistes, die sich vor allem begründen muss auf die Quellen, auf die Wurzeln, die in dem Weltbilde des Deutschen Idealismus liegen. Das ist, wie gesagt, nicht aus einem blinden nationalen Gefühl heraus geborene Überzeugung, sondern eine aus der Erkenntnis heraus geborene Überzeugung ist es, dass dasjenige, was die Menschheit in der Zukunft über den Geist wissenschaftlich ergründen soll, dass das aus dem deutschen Volkstum - und vor allen Dingen aus dem idealen Weltbild des deutschen Volkstums -, wie es heute versucht wurde zu schildern, hervorwachsen muss.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/70b/1916-02-19/p104.json
Cite: GA 70b/1916-02-19/p104 · edition original