11. Zur deutschen Gedankenentwicklung. Ein vergessenes Streben nach Geisteswissenschaft innerhalb derselben
Und indem der Mensch sich in seinem Innersten erfasst, indem er im eigentlichsten Sinne ein Ich-bewusstes Wesen wird, ersteht innerhalb dieses Ichs ein Abdruck, eine Offenbarung des die Welt durchpulsenden Weltenwillens, der ganz und gar durchtränkt ist von dem, was Fichte die «Pflichten» nennt; jene Pflichten, die sich niemals für einen offenbaren könnten aus einer bloß stofflichen Welt, die hereindringen aus der Welt des Geistigen in die Menschenseele, [die] den Menschheitswillen erfassen; sodass die äußere sinnliche, die stoffliche Welt für Fichte wird dasjenige, was wie das Stofflich-Physische sich ausbreitet vor uns, um den pflichtgetragenen Willen und die willensdurchtränkte Pflicht an irgendetwas ausleben zu können.
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GA 70b/1916-02-21/p018 · edition original