11. Zur deutschen Gedankenentwicklung. Ein vergessenes Streben nach Geisteswissenschaft innerhalb derselben
Nicht dass Fichte seine Betrachtungsweise abgelenkt hätte von der äußeren Sinneswelt, nicht als ob er in eine einseitige sinnesfreie Welt hätte flüchten wollen! So ist es nicht; aber so ist es, dass alles dasjenige, was die Augen äußerlich sehen, die Hände greifen können, für Fichte wurde das Werkzeug, das Mittel des Geistes, damit der Geist sich darstellen könne, [damit] der Pflicht-durchwirkte Geist, die Pflicht, die der Mensch in der Seele erfassen kann, sich darstellen könne an einer äußeren Stofflichkeit: eine Weltanschauung, welche im ureigensten Sinne von Fichte selber als eine Weltanschauung angesehen wird.
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GA 70b/1916-02-21/p019 · edition original