11. Zur deutschen Gedankenentwicklung. Ein vergessenes Streben nach Geisteswissenschaft innerhalb derselben

GA 70b/1916-02-21/p021 ·1916-02-21 · original (original)
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Als bloße Beobachtung, als äußerlich beobachtend, steht Descartes gegenüber der Welt. Was für ein Weltenbild geht daraus hervor? Man braucht nur eines zu nennen, was wie eine Folge des französischen Descartes’schen Weltenbildes dasteht. Wie gesagt, man braucht wirklich nicht nationale Einseitigkeiten zu entwickeln, sondern man kann sachlich bleiben, wenn man dies sagt. Was geht aus dem Descartes’schen Weltbild hervor als eine Folge? Nun, man braucht eben nur das eine zu nennen, dass Descartes durch sein Streben, das ausgeht auch von dem Selbstbewusstsein, aber von dem bloß verständigen, verstandesgemäßen Selbstbewusstsein, nicht von dem lebendigen Innenleben, wie Fichtes Selbstbewusstsein - dieses Descartes’sche Weltenbild stellt sich die Welt so vor wie eine große Maschine, wie einen mächtigen Mechanismus. Und die Tiere selbst sind für Descartes bewegte Maschinen, unbeseelte, bewegte Maschinen.

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