11. Zur deutschen Gedankenentwicklung. Ein vergessenes Streben nach Geisteswissenschaft innerhalb derselben

GA 70b/1916-02-21/p025 ·1916-02-21 · original (original)
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Man darf schon sagen - wiederum ganz sachlich: Aus der Fülle und Lebendigkeit des deutschen Geistes wendete sich Goethe von diesem bloß mechanistischen Weltbild ab, das ja dann in de La Mettries «Der Mensch eine Maschine» am Ende des achtzehnten Jahrhunderts eine Blüte getrieben hat, die geradezu das Entzücken sein kann aller derjenigen, die eine Weltanschauung sich aufbauen wollen nach oberflächlicher Nichtigkeit, nach jener Nichtigkeit, die im Grunde genommen ganz zufrieden wäre, wenn es keine menschliche Seele gäbe, sondern wenn wie ein Phonograf der menschliche mechanische Denkapparat abschnurrte dasjenige, was der Mensch über die Welt zu sagen hat. Und bis ins neunzehnte Jahrhundert herein hat sich dieses Weltenbild dann weiter entfaltet.

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