11. Zur deutschen Gedankenentwicklung. Ein vergessenes Streben nach Geisteswissenschaft innerhalb derselben

GA 70b/1916-02-21/p026 ·1916-02-21 · original (original)
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Wir sehen es in [Lücke in der Mitschrift], wir sehen es aber auch in einem solchen Geiste, wie - ja, er heißt heute noch immer nicht französisch, sondern er heißt immer noch Bergson - wie in Bergson, der das Schmählichste gefunden hat, immer wieder und wiederum dasjenige, was aus deutscher Seele quillt als ein Weltenbild, zu schmähen und zu verleumden. Man möchte sagen: Weil er nichts anderes sehen kann in einem Weltenbild, das lebendig ist, das von innerem Leben erfüllt ist, glaube er es schmähen zu dürfen, schmäht dieses deutsche Weltbild als ein solches, das zeige - so erzählt er in seinen Papieren immer wiederum - wie der Deutsche von seiner Höhe am Ende des achtzehnten und am Beginne des neunzehnten Jahrhunderts herabgestiegen und ganz und gar ausgeartet ist in ein mechanistisches Weltengetriebe.

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