11. Zur deutschen Gedankenentwicklung. Ein vergessenes Streben nach Geisteswissenschaft innerhalb derselben

GA 70b/1916-02-21/p044 ·1916-02-21 · original (original)
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Einmal sagte er das Wort, das gewiss einseitige Wort: Die Natur erkennen, heißt, die Natur schaffen. - Gewiss, ein einseitiges Wort; man kann die Natur im Erkennen nur nachschaffen. Aber so verwandt fühlte Schelling dasjenige, was sich in der Menschensecle abspielt, mit demjenigen, was in der Natur sich abspielt, dass er wie im Schaffen der Naturkraft selber zu leben vermeinen konnte, wenn er die rechten Erkenntnistriebkräfte in der Seele losgelöst glaubte. Und so erscheint Schelling die menschliche Gestalt auf der einen Seite als der höchste natürliche Ausdruck der geistseelischen Naturkräfte, und auf der andern Seite die Kunst[, die] dasjenige entgegenträgt seiner eigenen Gestalt, was der menschliche Ausdruck des Geiststrebens ist.

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