11. Zur deutschen Gedankenentwicklung. Ein vergessenes Streben nach Geisteswissenschaft innerhalb derselben

GA 70b/1916-02-21/p062 ·1916-02-21 · original (original)
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Merkwürdig, dieser Troxler, als er 1835 seine «[Vorlesungen] über Philosophie» vortrug, da sprach er davon, dass der Mensch in seiner Seele entwickeln könne, wenn er nur wolle, etwas, was sich verhält zu der rein verstandesmäßigen Auffassung der Welt, die in theoretischen Begriffen arbeitet, die sozusagen nur einzelne Begriffe aus dem Beobachten sammelt, wie sich in der menschlichen Seele etwas entwickeln könnte, was er nennt, Ignaz Paul Vital Troxler, einen «übergeistigen Sinn». «Übergeistiger Sinn» - das ist eine Seelenkraft, auf die Troxler verweist als [eine solche, die] erst entwickelt werden kann im Menschen, und die nicht so - ich möchte sagen - bloß begrifflich, nicht so abstrakt die Dinge auffasst wie das gewöhnliche abstrakte Erkennen, sondern die die Dinge so vollsaftig auffasst, dass sie bildhaft, wie der Geist selber, vor den Menschen hintreten; dass der Mensch eine geistige Welt dadurch erschaut, die eben nicht sich in Begriffen erschöpft, wie selbst die Hegel’schen noch, sondern die schaut die geistige Realität, wie die Sinne die sinnliche Realität schauen, sodass die Welt wirklich bereichert wird um ein neues Glied ihres Wesens, um das Geistige. Das Geistige aber [bestehend] aus konkret vollsaftigen Wesenheiten, die so nebeneinander stehen und miteinander wirken, wie die sinnlichen Wesen erfasst werden können.

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