11. Zur deutschen Gedankenentwicklung. Ein vergessenes Streben nach Geisteswissenschaft innerhalb derselben

GA 70b/1916-02-21/p090 ·1916-02-21 · original (original)
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Vor Plancks Seele, dieses einsamen Denkers in Deutschland, der seine ersten Bücher in den Sechzigerjahren in Ulm hat erscheinen lassen, aus echtestem deutschem Wesen heraus sprechend, Geistiges heraus sprechend, aber eben nur bei den besseren Geistern zur Anerkennung kommend, wie steht vor seinem Geiste, vor diesem bewusst deutschen Geiste die Erde da? Wie ein gewaltiger Organismus! Ja, nicht bloß wie ein Organismus, wie ein bescelter, wie ein durchgeistigter Organismus, der aus seinem eigenen Geistig-Seelischen herausgestaltet seine Blüte: den Menschen selber! Für Planck gehört der Mensch mit allem, was in ihm lebt und webt, zur Erde dazu. Die Erde betrachtet man nicht vollständig, wenn man nicht den Menschen als die Blüte der Erde betrachtet. Für Planck wäre das - wenn man die Erde so betrachtet wie der bloße Geologe -, ebenso, wie wenn man die Pflanze nur gelten lassen wollte in ihrer Wurzel und nicht zu ihrer Blüte gehen wollte. Die Erde muss so betrachtet werden, dass in der Erde selber die Entwicklungsmöglichkeit des Menschen lebt; dass die Erde etwas in sich trägt, was aus ihren Kräften, aus ihrem Sein heraus den Menschen fordert als ihre Blüte!

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