11. Zur deutschen Gedankenentwicklung. Ein vergessenes Streben nach Geisteswissenschaft innerhalb derselben
> «Wem bricht dereinst das Wort aus Seelentiefen > Wie deinem Volk, so reich, so zart, so mächtig? > Wer haucht so weihevoll in Saitenklänge > Sein Innerstes? Wem zich’n den Sinn so prächtig > Ins Himmelsblau granit'ne Hieroglyphen > Des Seelenaufschwungs aus des Lebens Enge? > Wer knüpft zuletzt die Stränge > Des forschenden Gedankens an die Sterne > So kühn und strebt und kämpft auf allen Bahnen? > Wen führt so hoch, so tief sein Drang, sein Ahnen? > Wer fasst so treu das Nahe wie das Ferne? > Wo spiegelt jede Erd- und Himmelszone > Sich wie in deinem Denken, O Teutone?»
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GA 70b/1916-02-21/p126 · edition original