11. Zur deutschen Gedankenentwicklung. Ein vergessenes Streben nach Geisteswissenschaft innerhalb derselben
Dann fährt Hamerling fort, indem er darauf hinweist, wie in einer späteren Gestalt wiederum auftreten muss dasjenige, was der Asiate suchte, was auch die Vorfahren der Germanen drüben in Asien suchten, als sie auslöschten die menschliche Wesenheit, das Ich abdämpften, um sich zum Geist der Welt zu erheben. Diese asiatische Art, auch wie sie heute im Indertum auftritt, sie kann nicht mehr der heutige gegenwärtige Weg sein. Dadurch, dass der Christusimpuls in die Welt hereingedrungen ist, muss in einer anderen Weise die Angliederung des menschlichen Ich an die Weltengeistigkeit gesucht werden. Das Ich muss erhöht, erkraftet werden, wie wir das sehen bei den drei - Fichte, Hegel, Schelling - und anderen; das Ich muss erkraftet werden; aber so, wie es sein muss, nachdem der größte Impuls in die Menschheitsentwicklung hereingetreten ist, wie die Erde geschaut hat den Christus-Impuls, wie es sein muss, wie auf einer höheren Stufe das asiatische Streben erscheinen muss, so erschien es aus der tiefsten Wurzel des Volkswesens heraus. Und das will Robert Hamerling ausdrücken, indem er auch den Genius sprechen lässt zu dem blonden Teut, zu dem blonden Repräsentanten des Deutschtums.
Cite:
GA 70b/1916-02-21/p127 · edition original