15. Wie werden die ewigen Kräfte der Menschenseele erforscht?

GA 70b/1916-03-14/p031 ·1916-03-14 · original (original)
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Und das Denken muss dann - es ist das ein langer Übungsweg, der durchgemacht werden muss, der oftmals jahrelang dauern kann -, das Denken muss immer wieder darauf zurückkommen, diesen Inhalt in den Mittelpunkt des Bewusstseins zu stellen. Dadurch wird das ganze Seclenleben zusammengedrängt - gewiss, es darf nur kurze Zeit dauern, Minuten etwa während des Tages -, dadurch wird das ganze Seelenleben zusammengedrängt auf diesen Inhalt. Und dadurch kommt dieses Seelenleben nach und nach - ich beschreibe dasjenige, was wirklich die Geistesforschung durchzumachen hat -, nach und nach dazu, zu trennen zwei Dinge, die im gewöhnlichen Vorstellen immer verknüpft sind: nämlich, die innere Tätigkeit des Denkens, des Vorstellens, abzutrennen von dem Inhalt. Man muss abtrennen dasjenige, sehr verehrte Anwesende, was man da macht, indem man denkt, indem man vorstellt - diese innere Tätigkeit des Denkens, die muss man ganz abtrennen von dem Inhalt. Sodass, wenn man also einen solchen Inhalt in den Mittelpunkt seines Seelenlebens stellt, man allmählich gewahr wird: Es kommt nicht auf diesen Inhalt an; diesen Inhalt habe ich bloß hereingelegt, damit ich die innere Tätigkeit des Denkens daran ausüben kann.

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