15. Wie Werden Die Ewigen Kräfte Der Menschenseele Erforscht?

GA 70b/1916-03-14/p044 ·1916-03-14 · original (original)
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Man kann diese Übungen noch steigern, wirksamer machen, wenn man nun von dieser eben charakterisierten Zielsetzung ausgeht geradezu, wenn man sich sagt: Das Wollen des gewöhnlichen Lebens verläuft so, dass man seine Wünsche befriedigt, dass man vielleicht auch gewissen, sehr berechtigten Idealen des äußeren Lebens nachgeht; aber ich will jetzt einmal auch neben alle dem - selbstverständlich darf der Geistesforscher aus all den berechtigten Ansprüchen und Forderungen des Lebens nicht heraustreten, sonst wird er ein Querkopf und kein Geistesforscher; aber ich will mir einmal, so kann man sagen - auch noch Dinge vornehmen, welche nicht auf Äußeres gehen, nicht auf Verwirklichung dieser oder jener Wünsche oder Ideale, sondern welche geradezu darauf ausgehen, mein eigenes Inneres in die Hand zu nehmen, mein eigenes Inneres so zu entwickeln, wie es sich sonst nicht entwickeln würde, wenn ich es nicht in die Hand nehmen würde. Wie zum Beispiel geradezu, nachdem ich eingeschen habe, dass ich unter gewissen Verhältnissen dies oder jenes wünschen würde: Ich will mir überlegen, einmal diesen Wünschen nicht nachzugehen, sondern mein Ich zu bändigen und es gerade in eine andere Wunschrichtung zu lenken und so weiter, und so weiter. Kurz: [Es geht darum,] ein inneres Wollen [zu] entwickeln, welches jetzt nicht vom Ich ausgeht, sondern das gerade auf das Ich, auf die Entwicklung, auf die Entfaltung des Ich, auf das Vorwärtsschreiten des Ichs vielleicht hingerichtet ist.

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